Künstlerische Leiter

Wolfgang Manz •
seit 2019

studierte bei Drahomir Toman und Karl-Heinz Kämmerling und ist Preisträger internationaler Wettbewerbe wie Leeds (1981, 2. Preis) und Brüssel (Concours Reine Elisabeth, 1983, 2. Preis). Er gastierte u. a. mit dem English Chamber Orchestra, Royal Philharmonic, BBC Symphony Orchestra, RSO Berlin und der Staatskapelle Dresden. Mit Rolf Plagge gründete Manz das Klavierduo „Duo Reine Elisabeth” und hat für die Labels Arte Nova, Chandos, Thorofon und Telos eingespielt. Seit 2000 ist er Professor an der Hochschule für Musik Nürnberg, 2015-2017 war er deren Vizepräsident. Viele seiner Studierenden gewannen Preise bei internationalen Wettbewerben wie Leeds, Hongkong, Cleveland und Valencia. Seit 2019 ist er künstlerischer Leiter des Internationalen Klavierwettbewerbs Ettlingen.

Robert Benz •
2005-2018

erhielt als Vierjähriger den ersten Klavierunterricht von seinem Vater. Er studierte bei Naoyuki Taneda an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe sowie bei Rosina Lhevinne und Martin Canin an der Juilliard School in New York. Er gewann 1974 im Internationalen Busoni-Wettbewerb in Bozen und 1976 im Internationalen Liszt-Bartók-Wettbewerb in Budapest jeweils den ersten Preis. Konzertreisen führten ihn durch Europa, USA, Korea und Japan. Robert Benz hat den gesamten Zyklus der Klaviersonaten Beethovens auf CD eingespielt und ist seit 1996 der Pianist des Trio Bamberg. Seit 1990 ist er Professor für Klavier an der Staatlichen Hochschule für Musik in Mannheim. Von 2005 bis 2018 war er künstlerischer Leiter des Internationalen Klavierwettbewerbs Ettlingen.

Naoyuki Taneda •
1988-2004

stammt aus Kyoto (Japan). Nach Studien in Tokyo und Wien leitete er seit 1967 eine Klavierklasse an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe. 1994 bis 1999 unterrichtete er an der Kunsthochschule der Stadt Kyoto und dann an der Shobi-Universität bei Tokyo. Konzert- und Vortragsreisen sowie Seminarveranstaltungen im In- und Ausland machten seinen Namen ebenso bekannt wie eine Reihe von Preisträgern bei internationalen Wettbewerben, die seit Jahren aus seiner Schule hervorgehen. Naoyuki Taneda hatte die künstlerische Leitung und den Juryvorsitz beim Internationalen Wettbewerb für junge Pianisten Ettlingen von dessen erster Austragung 1988 bis 2004 inne. Er verstarb im Februar 2011.

Organisationsleiter

Frank Reich •
seit 1990

Erster Klavierunterricht bei Inge Wiechmann in seiner Heimatstadt Karlsruhe. Studium bei Naoyuki Taneda an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe. Aufbaustudium an der Staatlichen Hochschule für Musik Köln sowie bei Helena Costa in Porto/Portugal. 1. Preis beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" 1980. Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Lehrtätigkeit: 1986-1993 Musikschule Ettlingen, 1993-2015 Badisches Konservatorium Karlsruhe, seit 1995 dort Leiter der Abt. Tasteninstrumente, 2011-2013 Suwon-Universität Seoul/Südkorea, 2014 Minzu-Universität Peking/V. R. China und Kunstschule Shenzhen/V. R. China, 2014-2016 Princess Galyani Vadhana Institute of Music, Bangkok/Thailand, 2016-2020 Sungshin Women's University, Seoul/Rep. Korea, seit 2020 Princess Galyani Vadhana Institute of Music, Bangkok/Thailand. 1998-2012 Vorstandsmitglied, Vizepräsident und Präsident der Europäischen Union der Musikwettbewerbe für die Jugend (EMCY). Seit 1990 Organisationsleiter des Ettlinger Wettbewerbs.

Norbert Karle • 1988

    

Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik in den Fächern Klavier, Tonsatz (Musiktheorie), Gesang und Dirigieren. Musikwissenschaftliches Aufbaustudium an der Universität Heidelberg. Mitarbeit bei der Gesamtausgabe der kirchenmusikalischen Werke des Badischen Hofkapellmeisters Johann Caspar Ferdinand Fischer. Privatlehrer im Fach Klavier und Konzerttätigkeit mit seinem Ettlinger Kammerensemble. Ab 1979 Unterrichtstätigkeit an der Musikschule Ettlingen in den Fächern Klavier und Musiktheorie und Leiter der Abteilung Klavier und Musiktheorie. Seit 1982 stellvertretender Leiter der Musikschule Ettlingen. Intensive Kontaktpflege mit den Partnerstädten Epernay (Frankreich) und Gastchina (Russland). Nach mehrjähriger Vorbereitung Organisationsleiter des ersten Ettlinger Wettbewerbs 1988. Norbert Karle verstarb im April 2010.

Zusammensetzung der Jurys seit 1988

Tabelle Alle Preisträger

Juroren

Robert Benz • Deutschland
erhielt als Vierjähriger den ersten Klavierunterricht von seinem Vater. Er studierte bei Naoyuki Taneda an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe sowie bei Rosina Lhevinne und Martin Canin an der Juilliard School in New York. Er gewann 1974 im Internationalen Busoni-Wettbewerb in Bozen und 1976 im Internationalen Liszt-Bartók-Wettbewerb in Budapest jeweils den ersten Preis. Konzertreisen führten ihn durch Europa, USA, Korea und Japan. Robert Benz hat den gesamten Zyklus der Klaviersonaten Beethovens auf CD eingespielt und ist seit 1996 der Pianist des Trio Bamberg. Seit 1990 ist er Professor für Klavier an der Staatlichen Hochschule für Musik in Mannheim. Von 2005 bis 2018 war er künstlerischer Leiter des Internationalen Klavierwettbewerbs Ettlingen.

Andrea Bonatta • Italien
stammt aus Bozen (Italien). Wichtige musikalische Impulse erhielt er durch Studien bei Paul Badura-Skoda in Wien, Nikita Magaloff in Genf, Stefan Askenase in Bonn und Wilhelm Kempff in Positano. Seine CD-Aufnahmen umfassen das gesamte Klavierwerk von Brahms, ebenso Werke von Liszt und Schubert. Sein Buch über Brahms’ Klavierwerk gilt als Standardwerk und wurde ins Deutsche übersetzt. Andrea Bonatta war künstlerischer Leiter des Internationalen Klavierwettbewerbs „Ferruccio Busoni“ in Bozen und Vize- präsident der WFIMC Genf. Er konzertierte in Europa, Nord- und Südamerika, Australien, Korea, China und Südafrika und ist Jurymitglied wichtiger Wettbewerbe (Bozen, Terni, Vercelli, Utrecht, Dortmund, Weimar, Pretoria, Moskau, Shanghai, Seoul).

Martin Canin • USA
ist einer der prominentesten Klavierpädagogen in den Vereinigten Staaten. Er studierte an der Juilliard School in New York bei der berühmten Lehrerin Rosina Lhevinne, wurde deren Assistent und später ihr Nachfolger. Aus seiner Arbeit an der Juilliard School erwuchsen ihm im Laufe der Jahre zahlreiche Preisträger internationaler Wettbewerbe. Neben seiner Konzerttätigkeit ist Martin Canin als Leiter von Meisterkursen und als Jurymitglied international tätig. Martin Canin verstarb im Mai 2019.

Ruben Dalibaltayan • Armenien
studierte bei Anahit Shahbazyan in Yerevan and Arthur Berngardt sowie Valery Kastelsky am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau. Er ist Preisträger von Klavierwettbewerben in Armenien, China, Kroatien und Italien. Zur Zeit ist er Klavierprofessor an der Musikhochschule Zagreb. 2017 wurde er Gastprofessor an der Liechtensteiner Musikakademie und wird 2018-2019 bei den „Talent Music Master Courses“ an der Musikakademie Brescia unterrichten. Sein spezielles Interesse gilt der Verbreitung der Werke armenischer und kroatischer Komponisten. Für seine CD „Blagoje Bersa piano works“ erhielt er den „Vladimir Nazor Award”, die höchste Auszeichnung des Kroatischen Kultusministeriums.

Christopher Elton • Großbritannien
wurde in Edinburgh geboren und studierte an der Royal Academy of Music in London Klavier und Cello. Schon während seiner Studienzeit gewann er zahlreiche Preise bei britischen und internationalen Wettbewerben. 24 Jahre war er als Leiter der Abteilung für Tasteninstrumente an der Royal Academy of Music in London tätig, wo er als Professor weiterhin eine große Klasse unterrichtet. Viele seiner Schüler errangen Preise bei internationalen Wettbewerben (u.a. Van-Cliburn-Wettbewerb, Tschaikowski-Wettbewerb Moskau, ARD-Wettbewerb München, New York Young Concert Artists, Leeds, Hamamatsu). Christopher Elton wirkt als Jurymitglied bei bedeutenden internationalen Wettbewerben und konzertierte in vielen Ländern. Er wurde 2003 als Professor an die University of London berufen.

Gerhard Erber • Deutschland 
stammt aus einer Dessauer Klavierbauerfamilie und studierte an der Musikhochschule Leipzig bei Amadeus Webersinke. Seit 1978 lehrt er an diesem Institut, seit 1990 als Professor. Als Mitglied des Aulos-Trios, der „Gruppe Neue Musik Hanns Eisler“ und als Solist konzertierte Gerhard Erber in Europa, Asien und Mittelamerika. Sein Einsatz gilt besonders der Musik des 20. Jahrhunderts sowie den wenig bekannten Werken des klassischen Erbes. In Kinderprogrammen animiert Gerhard Erber Heranwachsende zum Musikhören. Auf seine Initiative wird der Bachwettbewerb für Kinder und Jugendliche in Köthen veranstaltet.

Anna Gourari • Deutschland
wurde in Kasan (Russland) geboren und bekam im Alter von fünf Jahren den ersten Klavierunterricht. Ab 1979 besuchte sie in ihrer Heimatstadt die Spezialschule für begabte Kinder, unterrichtet von Kira Shashkina, der Lehrerin von Mikhail Pletnev. 1990 übersiedelte sie nach Deutschland, wo sie ihr Studium bei Ludwig Hoffmann in München fortsetzte. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. erste Preise beim Russischen Kabalewski Wettbewerb (1986), Int. Chopin Wettbewerb Göttingen (1990) und wurde 2001 für den "Echo Klassik Instrumentalistin des Jahres" nominiert. Sie konzertiert regelmäßig bei Veranstaltungen wie den Salzburger Festspielen, Klavier-Festival Ruhr und Schleswig-Holstein Musik Festival. Zahlreiche Radio- und CD-Aufnahmen dokumentieren ihr breites Repertoire, einschließlich ihres speziellen Interesses für die Musik des 20. Jahrhunderts. 2000 spielte sie die Rolle einer Pianistin in Werner Herzogs Film "Invincible - Unbesiegbar".

Constantin Ionescu-Vovu • Rumänien
wurde in Rumänien geboren und studierte Klavier, Komposition und Dirigieren an der Musikakademie Bukarest. Er wirkte an diesem Institut seit über 30 Jahren als Lehrer, von 1990 bis 2000 als Leiter der Klavierabteilung. Er war Gastprofessor an der Keimyung University Taegu (Korea) und dem Nagoya College of Music (Japan). Daneben konzertiert er in Europa, USA, Japan und Korea als Solist und Kammermusiker. Constantin Ionescu-Vovu leitet Meisterkurse und veröffentlichte Publikationen über verschiedenartigste Aspekte der Pianistik. Er gab Klavierwerke rumänischer Komponisten heraus.

Hans Kann • Österreich
wurde in Wien geboren und studierte dort Klavier und Komposition. Er lehrte an der Wiener Staatsakademie, der Tokyo University of Arts, der Akademie Darmstadt und von 1977 bis 1995 an der Hochschule für Musik Wien. Ab 1946 führten ihn Konzertreisen durch Europa, Japan, USA, China, Russland und Südamerika. Es entstanden über 120 Schallplattenaufnahmen und zahlreiche Rundfunkaufnahmen vorwiegend zeitgenössischer oder selten aufgeführter klassischer Werke. Hans Kann war Juror bei internationalen Klavierwettbewerben in Bozen, Colmar, Monza und Tokyo. Er verstarb im Juni 2005.

Daejin Kim • Korea (Republik)
studierte bei Martin Canin an der Juilliard School in New York mit den Abschlüssen BM, MM und DMA. Er gewann 1985 einen ersten Preis beim „Robert-Casadesus-Wettbewerb“ (jetzt Cleveland-Wettbewerb). Er konzertierte und gab Meisterkurse in USA, Europa und Asien und wurde vom koreanischen Kulturministerium zum „Künstler des Jahres“ ernannt. Er nahm die Mozart-Klavierkonzerte KV 488 und KV 453 auf, zusammen mit dem Polnischen Radio-Sinfonieorchester, das er vom Klavier aus dirigierte. Er ist Jurymitglied bedeutender internationaler Wettbewerbe, sein Schüler Sunwook Kim gewann erste Preise in Ettlingen (2004), Clara Haskil (2005) und Leeds (2006). Gegenwärtig ist er Musikdirektor des Philharmonischen Orchesters Changwon und Dekan der "School of Music" an der Korean National University.

Ivan Klansky • Tschechien
wurde in Prag geboren und studierte an der dortigen Musikakademie bei Valentina Kameníková and František Rauch. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, u. a. erster Preisträger des Busoni Wettbewerbs Bozen (Italien) 1967 und zweiter Preisträger beim int. Klavierwettbewerb in Santander (Spanien) 1976. Er gab viele Konzerte in Europa, USA, Lateinamerika, Asien und Afrika. 1981 wurde er zum Solisten des Tschechischen Philharmonischen Orchesters ernannt. Seit 1986 ist er Mitglied des Guarneri Trios Prag und hat viele Aufnahmen als Solist und Kammermusiker gemacht. Von 1991-2014 arbeitete er an der Luzerner Musikhochschule, seit 2018 ist er Dekan der Prager Musikademie.

Renate Kretschmar-Fischer • Deutschland
Die emeritierte Professorin der Hochschule für Musik Detmold studierte nach einem anfänglichen Medizin-Studium als Pianistin bei Conrad Hansen. In über vierzigjähriger Lehrtätigkeit unterrichtete sie Schüler aus zahlreichen Ländern, von denen viele als anerkannte Pädagogen im In- und Ausland lehren. Unter ihren Schülern sind zahlreiche Preisträger internationaler Wettbewerbe. Renate Kretschmar-Fischer ist Leiterin von Meisterkursen in verschiedenen Ländern und Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben. Sie verstarb im September 2016.

Hans Leygraf • Österreich
wurde als Sohn deutsch-österreichischer Eltern in Stockholm geboren, studierte bei Gottfried Boon und Anna Hirzel-Langenhan und absolvierte ein Kompositions- und Dirigierstudium in Stockholm und München. Er konzertierte in ganz Europa, den USA und in Fernost. Als Pädagoge war er in Innsbruck, Darmstadt, Stockholm, Hannover und Berlin tätig. 1975 wurde er als Ordentlicher Professor an die Hochschule „Mozarteum“ Salzburg berufen und leitete dort viele Jahre eine Solistenklasse. Aus seiner Schule sind zahlreiche Preisträger bei internationalen Wettbewerben hervorgegangen. Er leitete Meisterkurse in vielen Musikzentren der Welt. Hans Leygraf verstarb im Februar 2011.

Maciej Lukaszczyk • Polen
erhielt seine musikalische Ausbildung in Warschau und Wien. Neben zahlreichen Solo-Auftritten hat Maciej Lukaszczyk eine Reihe von Konzerten mit seinem Zwillingsbruder Jacek als Duo in West und Osteuropa sowie den USA gegeben. Er gab Meisterkurse in Europa und in den USA. 1970 gründete Maciej Lukaszczyk die Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V., deren Präsident er bis zu seinem Tod war. Er war Initiator des Europäischen Chopin-Klavierwettbewerbs in Darmstadt. 1991 erhielt er das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse und 1994 die Verdienstplakette der Stadt Darmstadt. Maciej Lukaszczyk verstarb im Juni 2014.

Anna Malikova • Russland
erhielt ihre Ausbildung hauptsächlich am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium bei Lev Naumov, bei dem sie nach Studienabschluss mehrere Jahre als Assistentin arbeitete.1993 erhielt sie den 1. Preis beim ARD-Wettbewerb in München und konzertiert seitdem weltweit, gibt Meisterkurse und wirkt als Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben. Ihre Diskographie beinhaltet u. a. die Gesamtaufnahme der fünf Klavierkonzerte von Saint-Saëns, die zehn Klaviersonaten von Skrjabin sowie die Klavierquintette von Schumann und Schostakowitsch. Seit Oktober 2018 leitet Anna Malikova als Professorin eine Klasse an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.

Wolfgang Manz • Deutschland
studierte bei Drahomir Toman und Karl-Heinz Kämmerling und ist Preisträger internationaler Wettbewerbe wie Leeds (1981, 2. Preis) und Brüssel (Concours Reine Elisabeth, 1983, 2. Preis). Er gastierte u. a. mit dem English Chamber Orchestra, Royal Philharmonic, BBC Symphony Orchestra, RSO Berlin und der Staatskapelle Dresden. Mit Rolf Plagge gründete Manz das Klavierduo „Duo Reine Elisabeth” und hat für die Labels Arte Nova, Chandos, Thorofon und Telos eingespielt. Seit 2000 ist er Professor an der Hochschule für Musik Nürnberg, 2015-2017 war er deren Vizepräsident. Viele seiner Studierenden gewannen Preise bei internationalen Wettbewerben wie Leeds, Hongkong, Cleveland und Valencia.

André Marchand • Deutschland
begann im Alter von drei Jahren mit dem Klavierspiel und wuchs als Mitglied des Dresdner Kreuzchors auf. Er studierte in Freiburg und Paris bei Carl Seemann, Pierre Sancan, Yvonne Lefébure und Thierry de Brunhoff. Mit 27 Jahren wurde er Klavierprofessor an der University of Wisconsin, mit 30 Jahren an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg. Seit 1985 ist er Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Seine weltweiten Aktivitäten umfassen Auftritte als Solist, Kammermusiker und mit Orchester. Er hält Gastprofessuren u. a. in den USA, Japan, Korea, Taiwan, Frankreich, Italien, Griechenland und Spanien. Viele seiner ehemaligen Studenten sind inzwischen Lehrer an bedeutenden Universitäten und Konservatorien in den USA, Griechenland, Spanien, Korea, Italien und Deutschland.

Jura Margulis • USA
in St. Petersburg geboren und in Deutschland aufgewachsen, studierte bei seinem Vater Vitaly Margulis an der Musikhochschule Freiburg. 1994 übersiedelte er in die USA, um bei Leon Fleisher am Peabody Konservatorium in Baltimore zu studieren. Er errang mehr als ein Dutzend Preise bei internationalen Klavierwettbewerben, einschließlich des Busoni Wettbewerbs in Bozen (Italien). Er konzertiert und hält Meisterklassen in über 15 Ländern. 2018 wurde er zum Professor an die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien berufen. 2019 erschien sein Buch „Pianist to Pianist“.

Kristin Merscher • Deutschland
wurde 1961 in Frankfurt am Main geboren und studierte bei Karl-Heinz Kämmerling, Pierre Sancan und György Sebök. Sie spielte u. a. mit dem London Symphony Orchestra, Amsterdam Philhamonic und den Münchner Philharmonikern. Konzertreisen führten sie durch ganz Europa, USA, Kanada und den fernen Osten. Daneben erfolgten Radio- und TV-Aufnahmen in Deutschland und anderen Ländern. Mit Maria Kliegel spielte sie für Naxos Records die kompletten Sonaten für Klavier und Cello von Schubert, Schumann, Mendelssohn-Bartholdy und Brahms ein. Seit 1990 ist sie Professorin an der Musikhochschule des Saarlands in Saarbrücken.

Brigitte Meyer • Schweiz
ist in Biel geboren. Ausbildung bei Denise Bidal (Lausanne) und Bruno Seidlhofer (Wien). 1971 Bösendörfer-Preis. 1975 war sie Finalistin des Clara Haskil Wettbewerbs in Vevey. Auftritte bei internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival und dem Hakuba-Festival Japan, daneben viele CD-Aufnahmen. Besonders liegt ihr die Kammermusik am Herzen, u.a. mit Martha Argerich, Maria-Joao Pires, Alexandre Rabinovitch und Heinrich Schiff. Brigitte Meyer unterrichtet seit mehr als 20 Jahren am Konservatorium Lausanne (Haute Ecole de Musique) und leitet Meisterkurse in Tokyo und Teheran.

Milena Mollova • Bulgarien
gab ihren ersten Klavierabend im Alter von sechs Jahren und studierte bei Emil Gilels und Guido Agosti. Sie ist Preisträgerin beim ersten Tschaikowski-Wettbewerb (Moskau 1958), M. Long (Paris 1959) und ARD (München 1962). Auftritte und Meisterkurse in Europa, USA, Kanada und Asien. Gründerin und Organisatorin des BG-Swiss-Music-Festivals sowie Leiterin der nationalen und internationalen Vladigerov-Wettbewerbe. Sie ist Professorin an der Neuen Bulgarischen Universität Sofia (NBU), wo sie die Musikabteilung leitet. Außerdem hat sie eine Professur an der staatlichen Musikakademie in Sofia und ist Präsidentin der EPTA Bulgarien.

Germaine Mounier • Frankreich
wurde in Paris geboren und gab zahlreiche Konzerte in Frankreich, Europa sowie im nahen und fernen Osten. Ab 1978 war sie als Professorin am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris tätig. Daneben lehrte sie an der Ecole Normale de Musique de Paris und leitete Kurse der Sommerakademie an der Hochschule „Mozarteum“ in Salzburg. Weitere Meisterkurse gab sie regelmäßig in Frankreich, Deutschland und Japan. Germaine Mounier war Jurymitglied mehrere internationaler Wettbewerbe und Vizepräsidentin der Chopin-Gesellschaft in Paris. Sie verstarb im Juni 2006 in Paris.

Zuzana Niederdorfer • Slowakei
studierte bei Vera Gornostaeva, Györgi Sebök und Lazar Berman und erhielt ihren Doktortitel in piano performance von der Kunstakademie Bratislava. Sie ist Preisträgerin vieler Wettbewerbe (u. a. Robert Schumann Wettbewerb Zwickau, Santander). Sie spielt Soloabende sowie Klavierkonzerte in Europa, China und den USA und nahm verschiedene CDs auf. 20 Jahre unterrichtete sie an verschiedenen slowakischen Universitäten und ist gegenwärtig Professorin an der Kunstuniversität Graz. Sie gibt Meisterkurse in Europa und den USA und ist Jurymitglied in Europäischen Wettbewerben. Außerdem organisiert sie in das „Forum per tasti” in Banská Bystrica (internati- onaler Wettbewerb und Festival).

John Owings • USA
wurde in San Antonio geboren und studierte in Texas bei Dalies Frantz und Karl Leifheit. Weitere Ausbildung bei Géza Anda, Wilhelm Kempff, Rosina Lhevinne und Martin Canin. Als Pianist und Kammermusiker konzertierte er in USA, Europa, Asien und Lateinamerika und ist Jurymitglied bei vielen Wettbewerben. Beim Robert-Casadesus-Wettbewerb errang er einen ersten Preis und die Ravel-Medaille. Er leitet die Klavierabteilung an der Texas Christian University. Für die Aufführung der 32 Beethoven-Klaviersonaten verlieh im seine Universität eine besondere Auszeichnung.

Gitti Pirner • Deutschland
gab ihren ersten Klavierabend mit sieben Jahren. Achtjährig debütierte sie mit Mozarts Klavierkonzert A-Dur KV 488. Als sie mit zwölf Jahren dieses Konzert in einer westdeutschen Großstadt spielte, schrieb die Westdeutsche Allgemeine Zeitung von einer „künstlerischen Sensation“. In Genf errang sie beim Internationalen Musikwettbewerb den ersten Preis. Sie konzertierte mit Diri- genten wie Sergiu Celibidache, Rudolf Kempe, Helmuth Rilling, Armin Jordan und Franz Welser-Möst. Neben ihrer solistischen Tätigkeit widmet sie sich mit Freude der Kammermusik und der Liedbegleitung. Im ARD-Wettbewerb und anderen internationalen Wettbewerben war sie Jurorin. Sie hat eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater München.

Ewa Poblocka • Polen
studierte an der Danziger Musikakademie und ist Preisträgerin von Wettbewerben in Vercelli, Bordeaux und Warschau. Sie ist fast überall in Europa aufgetreten, ebenso in Amerika, dem fernen Osten und Australien. Sie konzertierte u. a. mit dem London Symphony Orchestra, dem English Chamber Orchestra, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks und der Polnischen Nationalphilharmonie Warschau. Es entstanden viele Rundfunk- und Plattenaufnahmen, u. a. für Deutsche Grammophon und Victor JVC. Für ihre Gesamteinspielung der Nocturnes von Field erhielt sie die John-Field-Medaille. Ewa Poblocka ist auch auf dem Feld der Kammermusik aktiv.

Eliane Reyes • Belgien
erhielt den ersten Klavierunterricht von ihrer Mutter und gab ihr erstes Konzert mit fünf Jahren. Sie studierte am Königlichen Konservatorium Brüssel, an der Hochschule der Künste Berlin, am Mozarteum Salzburg und am Pariser Konservatorium. Ihr Konzertkarriere führte sie durch Europa, Nordamerika und den fernen Osten. Ihre Aufnahmen erhielten mehrere Preise und Auszeichnungen. Sie ist Klavierprofessorin am Königlichen Konservatorium in Brüssel und am Pariser Konservatorium und wirkt als Jurymitglied in internationalen Wettbewerben. Der französische Kulturminister verlieh ihr im Juli 2016 den Titel „Chevalier des arts et des lettres“. 1996 erhielt sie den ersten Preis (Kategorie B) beim 5. Internationalen Wettbewerb für junge Pianisten Ettlingen.

Einar Steen-Nøkleberg • Norwegen
studierte bei Nicolai Dirdal und Hans Leygraf und gewann zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben. Von 1975 bis 1981 und seit 1994 lehrt er an der Musikhochschule Hannover. Seine internationale Karriere als Solist führte ihn durch Europa, Japan, USA und Mexiko. Er spielte u. a. mit dem London Symphony Orchestra, den Warschauer Philharmonikern und den Philharmonischen Orchestern von Oslo und Bergen. Seine Einspielung des Grieg-Klavierkonzerts wurde vom BBC Saturday Review als beste Aufnahme ausgezeichnet. Bei Naxos erschien seine Einspielung aller Klavierwerke Griegs.

Barbara Szczepanska • Deutschland
ist in Warschau geboren und studierte an der Chopin-Akademie in Warschau bei Lidia Kozubek und Teresa Manasterska. Aufbaustudium bei Victor Mierzanov. Konzerte in Polen, Deutschland, Ungarn, Russland, Spanien und Italien. Von 1998 bis 2002 und von 2004 bis 2008 war sie Prorektorin der Robert-Schumann-Hochschule für Musik-Düsseldorf. Jetzt leitet sie dort das Hochbegabtenzentrum „Schumann junior“. Gastprofessuren in Korea, China und Taiwan. Unter ihren Schülern sind viele Preisträger internationaler Wettbewerbe wie Concours Reine Elisabeth Brüssel, Leeds International Piano Competition und ARD-Wettbewerb München.

Naoyuki Taneda • Deutschland
stammt aus Kyoto (Japan). Nach Studien in Tokyo und Wien leitete er seit 1967 eine Klavierklasse an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe. 1994 bis 1999 unterrichtete er an der Kunsthochschule der Stadt Kyoto und dann an der Shobi-Universität bei Tokyo. Konzert- und Vortragsreisen sowie Seminarveranstaltungen im In- und Ausland machten seinen Namen ebenso bekannt wie eine Reihe von Preisträgern bei internationalen Wettbewerben, die seit Jahren aus seiner Schule hervorgehen. Naoyuki Taneda hatte die künstlerische Leitung und den Juryvorsitz beim Internationalen Wettbewerb für junge Pianisten Ettlingen von dessen erster Austragung 1988 bis 2004 inne. Er verstarb im Februar 2011.

Zhe Tang • China (Volksrepublik)
studierte bei Barry Snyder an der Eastman School of Music, New York und ist Preisträger vieler Wettbewerbe, u. a. erhielt er im Jahr 2000 einen zweiten Preis beim Int. Edvard Grieg Klavierwettbewerb in Bergen (Norwegen). Er konzertiert und gibt Meisterklassen in über 30 Ländern. Seine Aufführungen mit dem China Philharmonic Orchestra und der Shanghai Symphony wurden im chinesischen Fernsehen und Radio übertragen. Seit 2003 ist er Klavierprofessor am Konservatorium Shanghai, wo er seit 2004 auch als Leiter des Bereichs Pädagogik und Forschung der Klavierabteilung sowie seit 2010 als Vizedekan tätig ist. Er wurde mit dem “Grand Award for Excellence in Teaching” der chinesischen Regierung ausgezeichnet.

Jürgen Uhde • Deutschland
studierte in den dreißiger Jahren an der Berliner Musikhochschule bei Leonid Kreutzer. Seit 1954 unterrichtete er an der Stuttgarter Musikhochschule. Auch nach seiner Emeritierung war er weiterhin tätig als Leiter zahlreicher Meisterkurse. Bekannt wurde er vor allem durch seine Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Klaviermusik. Insbesondere sein dreibändiges Werk mit dem Titel „Beethovens Klaviermusik“ erreichte weltweite Verbreitung, ebenso wie sein Buch „Denken und Spielen“ über die Zusammenhänge zwischen Theorie und Praxis des Klavierspiels, das in Zusammenarbeit mit Dr. Renate Wieland entstand. Jürgen Uhde verstarb 1991.

Blanca Uribe • Kolumbien
wurde in Bogotá, Kolumbien, in einer Musikerfamilie geboren. Sie studierte in Wien bei Richard Hauser sowie in New York bei Rosina Lhevinne und Martin Canin. Besonders bekannt ist sie für ihre Interpretation von Beethovens 32 Klaviersonaten, die sie mehrmals zyklisch aufgeführt hat, sowie der Suite „Iberia“ von Isaac Albeniz. Sie konzertiert solistisch in Europa, Südamerika und den USA. Als Kammermusikerin trat sie zusammen mit dem Chicago Streichquartett, dem Orion Quartett und Brentano Quartett, mit Ani und Ida Kavafian und mit dem Philadelphia Chamber Ensemble auf. 36 Jahre lang war sie Professorin am Vassar College. Zur Zeit hat sie eine Professur an der Eafit University in Medellin, Kolumbien.

Catherine VickersKanada
ist in Kanada geboren und studierte an der Musikhochschule Hannover bei Bernhard Ebert und Hans Leygraf. Mit einstimmigem Votum der Jury erhielt sie 1979 die Goldmedaille beim Busoni-Wettbewerb in Bozen und war 1981 Preisträgerin des Internationalen Klavierwettbewerbs Sydney. Sie konzertierte in Europa, Asien, Nord- und Südamerika. „Die Hörende Hand – Klavierübungen zur Zeitgenössischen Musik” ist in drei Bänden bei Schott erschienen. Als Professorin war sie an den Musikhochschulen Essen und Frankfurt am Main tätig und ist Jurymitglied bei zahlreichen internationalen Wettbewerben.

Wolfgang Watzinger • Deutschland
wurde in Darmstadt geboren und studierte an den Musikhochschulen Freiburg und Salzburg. Seit 1994 hat er eine Professur an der Wiener Musikhochschule inne. 1971 errang er einen ersten Preis beim Deutschen Hochschulwettbewerb in Frankfurt. 1973/74 studierte er bei Rudolf Serkin am Curtis Institute in Philadelphia. 1980-1994 war er Professor an Musikhochschulen in Berlin und Detmold. Er konzertiert in Europa, USA, Südafrika, Japan, Korea und China. Zusammen mit Bruce Berg spielte er eine Gesamtaufnahme der Violinsonaten von Brahms ein (Centaur Records, 2001). Seine Solo-CD enthält die Paganini-Variationen von Brahms und Regers Bach-Variationen (2004, Genuin Musicproduction).

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